Reisetagebuch
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Bali – Padang Padang / Uluwatu oder der Tag der neuen Freunde (Teil 2)

Samstag, der 28.05.2017:

Es ist bereits dunkel. Wayans Frau schickt ihre Kinder mit ihrem Mann mit, um sicher zu gehen, dass ihr Mann nicht mit in das Single Fin geht. Amüsiert über die kluge Taktik fahren wir nach Uluwatu. Ich bin irgendwie ein wenig aufgeregt – überwiegend vor Vorfreude. Als wir ankommen sind die Häuser in ein warmes Licht gehüllt. Man merkt sofort die gute Stimmung die dort herrscht. Dabei sind wir noch nicht einmal in der Bar. Paula zeigt mir den Weg. Nach circa 30 m Richtung Strand stehen wir vor dem Single Fin.

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Single Fin / Uluwatu

Die Strandbar erstreckt sich über drei Ebenen. Auf jeder gibt es selbstverständlich eine Bar. Gleich an der ersten holen Paula und ich uns unser erstes Bintang des Abends. Bintang ist das lokale Bier hier. Es wird hier vor allem von den Touristen schwer gefeiert, denn es ist leicht und süffig und dazu kommt, dass es das einzige Bier hier ist und somit mit nichts in Konkurrenz steht.

Auf der obersten Ebene spielt eine Live-Band ziemlich gute rockige Musik, aber es ist so heiß, dass wir die anderen Ebenen erkunden. Auf der mittleren Ebene läuft gemischte Musik vom Band und auf der untersten Ebene finden wir eine riesige und völlig überfüllte Tanzfläche mit einem DJ der eine Mischung aus House und Elektro auflegt.

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Die Bildqualität entspricht wirklich authentischen Partybildern. 😉

Paula und ich ergattern zwei Plätze an der Brüstung direkt am Strand und genießen unser Bintang in der erfrischenden Meeresbrise. Wir halten ständig Ausschau nach Laura und Alessandro. Allerdings ist so viel los, dass wir wenig Hoffnung haben die beiden aus reinem Zufall zu treffen. Doch tatsächlich entdecke ich Laura in der Menschenmenge, als sie uns sieht lässt sie erst einmal einen lauten Freudenschrei von sich. Die Stimmung ist also voll im Partymodus.

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…mit Alessandro und Laura (Italy) und Paula (Spain)

Wir tanzen, trinken, feiern und finden uns langsam aber sicher auf der großen Tanzfläche wieder. Der Takt der Musik lässt die Füße nicht ruhen, er reißt uns mit und zaubert jedem ein Lächeln ins Gesicht. Während sich unsere Körper im selben Rhythmus bewegen legt unsere Gruppe an Größe zu. Es gesellen sich drei Brasilianer zu uns. Ich weiß nicht wie sie zu uns gestoßen sind, aber sie machen einen vertrauten Eindruck.

Ich verliere mich in internationalen Gesprächen, die in einem großen, aber äußerst witzigen, Sprachchaos enden. Mit Paula spreche ich plötzlich Englisch, obwohl für uns Deutsch oder Spanisch leichter wäre. Ich wundere mich warum Laura und Alessandro, das italienische Paar, mein Spanisch nicht verstehen und von Ana und Luiz, dem brasilianischen Geschwisterpaar, ernte ich nur irritierte Blicke, als ich sie etwas auf Deutsch frage.

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Internationaler geht es kaum: Paula (Spain, oben), Laura (Italy, rechts) und Ana (Brasil, unten)… Girls to remember…! ❤

Ich halte für einen Moment inne, nehme einen Schluck von meinem kühlen Bintang und betrachte die Situation mal kurz von außen: Da stehe ich – unaufhörlich tanzend, völlig nass geschwitzt, drei Sprachen sprechend, lachend und von tiefstem Herzen glücklich! Was ist das bitte für ein unglaubliches Gefühl? Bevor ich mich auf die Reise gemacht habe war ich gespannt wie es wohl sein wird alleine zu reisen. Und da stehe ich nun bereits am dritten Tag umgeben von wahnsinnig tollen und irgendwie besonderen Menschen. Irgendetwas schwebt da in der Luft – wie eine gewissen Chemie, als würden wir uns schon ewig kennen. Oder liegt es daran, dass wir alle den Moment gleichermaßen genießen und feiern?

Der Abend vergeht wie im Flug. Um 1 Uhr bekomme ich plötzlich unheimliche Kopfschmerzen – ich glaube es liegt an meinen Kontaktlinsen. Ich vertrage sie irgendwie nicht wirklich gut. Ich verabschiede mich von allen. Paula, Laura und Alessandro sehe ich ja morgen wieder. Aber der Abschied von Ana und Luiz ist voraussichtlich ein Abschied für unbestimmte Zeit. Vielleicht sogar für immer?! Komisches Gefühl. Paula möchte noch ein wenig länger bleiben, doch ich nehme mir ein Taxi nach Hause. Die Taxifahrer haben bereits ihre Chance gewittert und haben sich abgesprochen. Ich zahle 150.000 Rupiah für eine Strecke, die normalerweise um die 40.000 Rupiah kostet, aber ich konnte sie einfach nicht weiter runter handeln.

Müde falle ich ins Bett und schlafe sofort ein.
Mein letzter Gedanke: „Morgen geht’s nach Ubud…“

Unterschrift - deine Karin (mittel)

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