Reisetagebuch
Kommentar 1

Bali – Padang Padang / Uluwatu oder der Tag der neuen Freunde (Teil 1)

Sonntag, der 28.05.2017:

Ich habe mir extra einen Wecker gestellt, damit ich jetzt früh aufstehe. Ich möchte auf keinen Fall die Chance verpassen heute etwas mit Paula zu unternehmen. Ich hoffe ich bin nicht schon zu spät dran.

Ich ziehe mich schnell an und freue mich schon auf ein ausgiebiges Frühstück. „Hmm… Auf was habe ich heute Lust?“ Ich kann Paula schon von weitem im Gemeinschaftsbereich sitzen sehen. Wir begrüßen uns auf Englisch, sie macht wirklich einen sehr netten Eindruck. Ich setze mich zu ihr und schon werde ich von Wayan begrüßt und gefragt, was ich zum Frühstück haben möchte. Ich entscheide mich für den Banana-Pancake mit einem Obstteller und einem Kaffee dazu.

Paula und ich kommen sofort ins Gespräch. Sie ist schon viel herumgereist, war längere Zeit in Indien und war bereits vor ein paar Tagen das erste Mal im „La Cama“, ist dann noch ein wenig nach Ubud und kam jetzt noch einmal zurück. Auch sie wird am kommenden Tag abreisen. Wir überlegen was wir an diesem Tag gemeinsam unternehmen könnten, während ich mein Frühstück genieße. Ehrlich gesagt habe ich noch nie zuvor so einen guten Pancake gegessen. Ok, es ist eigentlich eher ein dickerer Pfannkuchen, aber der Teig ist so lecker…

Wir entscheiden uns für den Padang Padang Beach ganz im Süden der Insel. Dieser sei sehr schön, weil man dort sehr leicht ins Wasser kommen würde. Während ich meinen Obstsalat noch vollends aufesse erfahre ich in unserer Unterhaltung, dass Paula in Valencia auf der deutschen Schule war und somit Deutsch versteht und auch sehr gut spricht. Als sie von meinen spanischen Wurzeln erfährt müssen wir beide schmunzeln. Die Chemie stimmt sofort.

Als Paula und ich uns auf den Weg zum Padang Padang Beach machen wollen, ruft uns Wayan hinterher, dass er uns heute Abend zum „Single Fin“ bringen wird. Paula ist ganz begeistert und ich habe keine Ahnung wovon die beiden sprechen. Später erklärt mir Paula, dass es sich um eine tolle Bar in Uluwatu handelt und dort mittwochs und sonntags immer große Partys stattfinden würden. Ich weiß nicht warum, aber im ersten Moment dachte ich: „Oje, da bin ich bestimmt schon müde.“ Ich glaube aufgrund dessen, dass ich in Deutschland mit meinen zwei Arbeitsstellen und dem nebenberuflichen Studium zeitlich so ausgelastet – wenn nicht sogar manchmal überfordert – bin, gehe ich abends nur noch selten weg. Ich bin immer sooo müde. Aber heute ist das etwas anderes. Ich bin schließlich im Urlaub. Da sollte man abends auch einmal feiern gehen. 😉

Wir machen uns also erst einmal auf den Weg nach Padang Padang. Unser Weg führt uns entlang schmaler geteerter Straßen, über leichte Hügel und vorbei an Grünland, Läden, Restaurants und vor allem freundlichen Menschen. Ich merke, dass diese Gegend schon ziemlich touristisch ist. Angesichts der brechenden Wellen ist es offensichtlich, dass die Halbinsel Bukit ein beliebter spot für Surfer ist. Da ich selber (noch) nicht surfe, nutze ich die Strände aber eben einfach zum Baden.

In Padang Padang angekommen führen uns steile Stufen durch eine schmale Felsspalte hinunter zum Strand. Am heutigen Tag scheint der Wasserstand äußerst hoch zu sein, weshalb der Strand wirklich mini und ziemlich überfüllt ist. Aber das Meer ist wahnsinnig schön und die Temperatur genau richtig. Total erfrischend, aber nicht zu kalt. Einfach perfekt!

Nach circa zwei Stunden Sonnenbaden und einer leckeren frischen Kokosnuss, machen wir uns auf den Weg zum Bukit Cafe. Einem total tollen Restaurant auf unserem Rückweg. Ich bestelle mir einen Salat mit Hähnchenbrust und bin bereits von dessen Anblick begeistert, als er serviert wird.

Während Paula und ich unser Essen genießen stellen wir fest wie entspannt unser Umgang miteinander ist. Anfangs haben wir noch versucht die jeweils andere Sprache zu sprechen, doch dabei kamen unsere Gespräche immer wieder leicht ins stocken. Nach kurzer Zeit war klar, Paula spricht einfach Spanisch und ich einfach Deutsch. Und tadaaaa! – Wir konnten uns völlig ungeniert und ohne Hindernisse ausgiebig unterhalten. Wir haben gemerkt, dass es ein großer Vorteil ist, wenn man in seiner Muttersprache sprechen kann, denn nur dann sei man wirklich sich selbst. Denn die Wahl der Wörter und die Art wie man diese in die Unterhaltung einbaut, sagt viel über die jeweilige Person aus.

Völlig zufrieden machen wir uns auf den Heimweg. Im „La Cama“ angekommen treffe ich Alessandro und Laura, meine Zimmernachbarn, sie werden auch ins „Single Fin“ gehen und so beginnen wir Mädel uns ein wenig herauszuputzen. Es macht unheimlich Spaß im selben Moment so viele unterschiedliche Sprachen zu hören und zu sprechen. Manchmal kommt man zwar völlig durcheinander, aber das ist dann immer sehr lustig. Laura bringt ihre Kettensammlung mit rüber und stattet Paula und mich mit dem passenden Accessoire aus. Lauras Ketten stammen aus den verschiedensten Ländern. Sie und ihr Freund sind schon seit ca. 3 Jahren gemeinsam unterwegs und bereisen die Welt. Aber in Bali haben sie sich wirklich verliebt und sie könnten sich vorstellen hier langfristig zu bleiben.

Gegen 20.30 Uhr geht es für uns dann endlich in Richtung „Single Fin“. Auch ich freue mich mittlerweile total auf den Abend. Ich habe so viel Spaß mit Alessandro, Laura und Paula, dass der Abend nur ein Erfolg werden kann. Wayan warnt uns vor, dass dort die Hölle los sein wird. Sonntags sei es immer sehr überfüllt. Aber das macht uns nichts aus!

Fortsetzung folgt…

1 Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s